Angesichts eines zu erwartenden Defizits in den gesetzlichen Krankenkassen von rund 11 Milliarden Euro gab es für 2011 offensichtlich keine Alternative zur Reform. Mit der neu beschlossenen Reform werden alle Beteiligten in die Pflicht genommen – Versicherte, Ärzte, Kliniken und auch die Pharmabranche.

Nach Meinung von einzelnen Expertengruppen könnten die Leidtragenden dieser Reform die Arbeitnehmer, Rentner und Geringverdiener sein, weil diese zukünftig einen Großteil der steigenden Gesundheitskosten selbst zu tragen hätten.

Eine wichtige Änderung aber ist, dass gesetzlich Versicherte ab Januar 2011 bereits dann in die private Krankenversicherung wechseln können, wenn diese 1 Jahr über der Mindestgrenze liegen. Bisher waren dazu 3 Jahre nötig.

Was aber ändert sich? – Nachfolgend einige Auszüge!

Bereits ab Beginn 2011 werden die rund 70 Millionen Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen zur Kasse gebeten. Der Gesamtbeitrag in die gesetzliche Krankenkasse steigt von 14,9% auf 15,5%

Zudem wird das Prinzip der gleichen Beiträge reformiert. Alle Mehrkosten für Ärzte, Kliniken und Pharma, die in einer älter werdenden Gesellschaft anfallen, werden zukünftig über Zusatzbeiträge (maximal 2% des Haushaltseinkommens)finanziert, die nur noch der Arbeitnehmer zu zahlen hat. Im Jahr 2020 wird von Experten deshalb ein Beitragszuschlag von jährlich 80,– EUR erwartet.

Weil der Arbeitgeber nun für jeden Arbeitnehmer rechnen muss, bringt dies den Firmen einen Mehraufwand. Allerdings werden Arbeitgeber zukünftig nicht mehr an der Steigerung der Beiträge beteiligt. Ihr Anteil liegt bei 7,3%

Weil Arbeitnehmer nur bis maximal 2% des Einkommens belastet werden, müssen die übrigen Steuerzahler die Kosten für den Sozialausgleich übernehmen.

Wer zukünftig in die Private Krankenversicherung wechseln möchte hat es ab 2011 leichter. Es reicht bereits aus, wenn man 1 Jahr über der Mindestgrenze liegt, um sich privat krankenversichern zu können. Die bisherige Grenze von 3 Jahren fällt somit weg. Wechseln in die Private Krankenversicherung – JETZT einfacher günstig versichert.

Nur etwa die Hälfte der ursprünglich geforderten zwei Milliarden Euro werden die niedergelassenen Ärzte kommendes Jahr mehr bekommen. Die Hausärzte sollen lediglich noch im Ärzteschnitt mehr verdienen können. Wenn Ärzte und Kassen über das Honorar für 2011 verhandeln wurde bereits jetzt eine Begrenzung auf 350 Millionen Euro vorgegeben.

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Die gesetzliche Krankenkasse ist und bleibt ein Sorgenkind für unsere Politiker und natürlich auch für die Menschen in Deutschland.

Auf eine Anhebung des Beitragssatzes und Zusatzbeiträge sollten sich die Versicherten schon einmal einstellen.

Für kinderlose Versicherte mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von 3.000 EUR und 12 Monatsgehältern dürfte damit bei einer angenommenen Anhebung des Beitragssatzes auf 15,5 % und einem voraussichtlichen Zusatzbeitrag von 15 EUR monatlich die Mehrbelastung bei über 20 EUR im Monat liegen.

Selbständige trifft es noch härter.

Ebenfalls diskutiert wird die zusätzliche Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze. Dies würde vor allem die besser verdienenden Versicherten treffen.

Inwiefern weitere Leistungsreduzierungen hinzu kommen bleibt abzuwarten.

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Auf Grundlage einer aktuellen Auswertung der Techniker Krankenkasse verweißt diese darauf, dass die Wiederaufnahmequote bei stationären psychiatrischen Patienten sehr hoch sei in Deutschland.

Jeder dritte Patient würde in Baden-Württemberg früher oder später nach seiner Entlassung aus der stationären psychiatrischen oder psychosomatischen Behandlung wieder dort eingeliefert.

Quelle und gesamter Artikel: http://bit.ly/9VVXX9

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Auf einer Pressekonferenz zum Thema “Finanzentwicklung in der Gesetzlichen Krankenkasse – Einstieg in den Zusatzbeitrag” gaben DAK und Deutsche BKK bekannt, dass vielleicht schon ab April 2010 von deren Mitgliedern Zusatzbeiträge in Höhe von 8,– EUR pro Monat verlangt werden müssen, weil sie mit Ihrem Geld nicht auskommen. Mit über 4 Mio. Versicherten ist die DAK die drittgrößte gesetzliche Krankenkasse. Die BKK hat etwa 750.000 Versicherte.

Weitere Krankenkasse werden wohl folgen und ihre Kunden zur Kasse bitten.

Den gesetzlichen Krankenkassen fehlen wegen der Wirtschaftskrise  und wegen steigenden Ausgaben knapp 8 Milliarden Euro. Ungefähr 4 Milliarden Euro davon müssen die Krankenkassen selbst aufbringen.

Der Mehrbeitrag wird von gesetzlichen Krankenkassen verlangt, wenn diese mit den Leistungen aus dem Gesundheitsfonds nicht aus kommt.

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