Selbständig machen mit einer Hundeschule

Selbständig machen mit einer HundeschuleViele Hundefreunde träumen von einer eigenen Hundeschule. Endlich das Hobby zum Beruf machen, das wäre herrlich! Doch wer seine Tagträume realisieren will, braucht kaufmännische Kenntnisse und psychologisches Geschick oft nötiger als das Wissen über Hunde. Bedenken Sie auch, dass Sie Ihr Hobby als solches verlieren, wenn Sie davon leben müssen. Hier erfahren Sie, worauf zu achten ist, wenn Sie sich selbständig machen mit einer Hundeschule.

In einer Hundeschule werden Hundehalter angeleitet, ihrem Hund erwünschte Dinge beizubringen, die dieser im Alltag beherrschen soll. Eventuell sollen dem Hund störende Angewohnheiten auch abgewöhnt werden.

Potenzielle Kunden einer Hundeschule sind häufig unerfahrene Halter oder solche mit aggressiven oder sonstigen schwierigen Hunden. Ziel ist es stets, dass auch diese Leute weitgehend harmonisch mit ihrem Hund zusammenleben können. Der Kontakt zu anderen Hunden soll ein möglichst positives Sozialverhalten der Tiere erreichen.

Auch spezielle Welpenkurse und Welpenspielgruppen gehören zum Programm einer Hundeschule. Dem Welpenhalter soll ein Basiswissen über Verhalten, Körpersprache und Lernverhalten von Hunden nahegebracht werden. Die Welpen sollen neben optimalem Sozialverhalten lernen, mit verschiedenen Umweltreizen zurechtzukommen. Ziel ist stets das Heranziehen eines Hundes, der sich jeweils reibungslos in den Alltag seines Halters integriert.

Selbständig machen mit einer Hundeschule – Wie wird man Hundetrainer?

Hundeschule oder Hundetrainer kann sich jeder nennen, es gibt dafür keine vorgeschriebene Ausbildung. Wer jedoch gewerbsmäßig Hunde oder Hundehalter ausbildet, benötigt eine Genehmigung vom Veterinäramt nach § 11 Abs. 1 Nr. 8 f des Tierschutzgesetzes. Die Genehmigung erhält, wer einen sogenannten Sachkundenachweis erbringen kann. Ein solcher setzt theoretische und praktische Kenntnisse zur „Sache“ Hund voraus.

Was ist vor dem selbständig Machen mit einer Hundeschule zu beachten?

Bevor Sie beginnen, müssen Sie ermitteln, wie viel Startkapital Sie benötigen. Wer einen Kredit braucht, sollte sich diesen zuerst beschaffen. Für Förderungen ist ein Geschäftsplan erforderlich. Die wichtigste Voraussetzung ist, ob für eine Hundeschule am geplanten Ort ein ausreichend hoher Bedarf vorhanden ist. Schließlich müssen Sie mit der Hundeschule genug verdienen, um Ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Gewerbe für die Hundeschule anmelden

Hundetrainer gelten rechtlich als Gewerbetreibende. Daher müssen Sie eine Hundeschule beim Gewerbeamt und beim Finanzamt anmelden. Eine Mitgliedschaft in der Industrie- und Handelskammer ist Pflicht.

AGB

Überlegen Sie sich, ob Sie allgemeine Geschäftsbedingungen verwenden wollen und falls ja, welche.

Versicherung Hundeschule

Wenn Sie sich selbständig machen mit einer Hundeschule, brauchen Sie einige Versicherungen.

Sinnvoll ist auf jeden Fall eine Betriebshaftpflichtversicherung. Sie schützt vor Schäden, die Sie Dritten gegenüber verursachen. Das können beispielsweise auch Mietsachschäden an den gemieteten Räumlichkeiten sein. Aber auch Menschen, die auf Ihrem Grundstück zu Schaden kommen, könnten Forderungen an Sie stellen. Die Betriebshaftpflichtversicherung sollte für Sie mit unter an erster Stelle stehen. Auch Angestellte werden durch diese Versicherung geschützt.

Daneben ist es auch wichtig, eine Unfallversicherung abzuschließen, wenn Sie speziell mit aggressiven Hunden arbeiten wollen.  Hier gibt es als Beispiel für Figuranten eine spezielle Figuranten Unfallversicherung. Auch Sie als Inhaber der Hundeschule sollten an der Unfallversicherung nicht sparen.

Darüber hinaus ist der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung, speziell für Gewerbetreibende, ebenfalls eine Überlegung wert.

Zu den nötigen Versicherungen gehört auch eine Krankenversicherung für Sie selbst. Lassen Sie sich dazu beraten, ob es sinnvoll ist in der gesetzlichen Krankenkasse zu bleiben oder ob viel mehr eine private Krankenversicherung sinnvoll erscheint.

Die Hundeschule und das Organisatorische

Im Arbeitsalltag eines Hundetrainers ist Verwaltungsaufwand zu bewältigen. Ein Tag im Monat sollte für die Finanzen reserviert werden. Sie benötigen ein Geschäftskonto, Kenntnisse im Rechnungswesen und idealerweise einen Steuerberater.

Die Örtlichkeiten einer Hundeschule

Der Trainingsort ist meist ein Hundeplatz im Freien oder eine Halle. Schauen Sie sich nach einem vorhandenen Platz um, den Sie übernehmen könnten. Alternativ können Sie sich einen neuen Platz einrichten. Setzen Sie sich mit dem Bauamt in Verbindung und erfragen Sie die Auflagen. Der Hundeplatz muss in der Regel mit einem sicheren Zaun versehen sein. Meist werden sanitäre Anlagen und Parkmöglichkeiten gefordert.

Was brauche ich noch zum selbständig Machen mit einer Hundeschule?

Wenn Sie die oben genannten Punkte abgehakt haben, können Sie sich den angenehmeren Dingen zuwenden, die sich beim selbständig Machen mit einer Hundeschule ergeben. Zum Beispiel: Erfinden Sie für Ihr Projekt einen Namen. Welches Logo wollen Sie Ihrer Firma geben? Wie wollen Sie Ihre Werbung gestalten? Wer kann Ihnen günstig eine Homepage erstellen? Stellen Sie ein Konzept auf, mit dem Sie Kunden für sich interessieren können. Wenn niemand weiß, dass es Sie gibt, werden die Kunden ausbleiben. Schreiben Sie die Presse an und beauftragen Sie einen guten Texter, der Ihnen bei Ihrer Werbekampagne helfen kann.