Selbständig als Kleinunternehmer

Der Begriff Kleinunternehmer hat eine mehrfache Bedeutung. Im allgemeinen Sprachgebrauch sind damit Jungunternehmer gemeint, die im Begriff sind, sich eine selbstständige Existenz aufzubauen. Sie machen sich demnach selbständig als Kleinunternehmer. Nach dem Umsatzsteuergesetz ist Kleinunternehmer, wer einen Jahresumsatz unterhalb von derzeit 17.500 EUR erzielt und zukünftig nicht mehr als 50.000 EUR erwartet.

Kleinunternehmer machen von der „Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG“ Gebrauch, indem sie auf das Ausweisen und das Abführen von Umsatzsteuer, sowie auf den Vorsteuerabzug verzichten.

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Was bedeutet es, Selbständig als Kleinunternehmer zu sein?

Kleinunternehmer ist im Grunde genommen jeder Selbstständige, der als Einzelunternehmer ein Gewerbe gründet und buchstäblich klein anfängt. Man macht sich insofern selbständig als Kleinunternehmer. Das ist ein überschaubares, von der Personal- und Verwaltungsstruktur her kleines, sparsames Unternehmen. Selbstständige sind darauf bedacht, ihr Unternehmen „ans Laufen zu kriegen“. Das aller wichtigste ist es, Aufträge mit dem dazugehörigen Umsatz und Gewinn zu generieren. Kleinunternehmen bedeutet in diesem Sinne auch, die Betriebsausgaben auf ein Mindestmaß zu begrenzen, ebenso wie die Entnahmen für den privaten Lebensunterhalt. Das neu gegründete Unternehmen soll wachsen, expandieren und auf eine gesunde finanzielle Basis gestellt werden. Dazu gehört die Stärkung des Eigenkapitals mit Anlage- und Umlaufvermögen.

Selbständig als Kleinunternehmer – Wer kann ein Kleingewerbe gründen?

Ein Kleinunternehmer ist jeder  Selbstständige, der ein Gewerbe anmeldet, sofern die Voraussetzungen dafür erfüllt werden. Das geschieht bei der örtlichen Gemeindeverwaltung, in deren  Bereich sich der Firmensitz befindet. Die Gewerbeanmeldung ist eine problemlose Formalität. Sie kostet meistens einen niedrigen zweistelligen Eurobetrag. Ein Existenzgründer macht sich selbständig als Kleinunternehmer und definiert in der Gewerbeanmeldung sein Unternehmen; beispielsweise Übersetzer, Schreib-/Kommunikationsbüro, Gebäudereinigung, Gartenbaubetrieb, Hausmeisterservice, Bewachungsgewerbe oder ähnliches. Von der Gemeindeverwaltung werden Behörden sowie Institutionen wie Finanzamt, Industrie- und Handelskammer, Landkreis oder auch die Berufsinnung informiert. Der Unternehmer selbst muss ein Firmenkonto bei seiner Hausbank einrichten und seine Krankenkasse darüber informieren, dass er sich selbständig als Kleinunternehmer gemacht hat.

Umsatzsteuer bei der Selbständigkeit als Kleinunternehme?

Nun kommt der umsatzsteuerliche Aspekt ins Spiel. Von seinem Betriebsfinanzamt erhalten Existenzgründer einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung als Selbstständige zugeschickt. Man kann sich jetzt für die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG entscheiden und wird umsatzsteuerlich so wie ein Endverbraucher behandelt. Er weist auf seinen Rechnungen keine Mehrwertsteuer aus, führt keine ab und kann auch keine Umsatzsteuererstattung geltend machen. Das erspart Aufwand und Kosten für regelmäßige Umsatzsteuervoranmeldungen sowie für die jährliche Umsatzsteuerklärung. Anstelle monatlich Lohnsteuer als Arbeitnehmer zu zahlen,  wird von dem Existenzgründer, der jetzt selbständig als Kleinunternehmer Aufträge ausführt, jeweils nachträglich eine Jahressteuererklärung abgegeben. Abhängig von der zu zahlenden Einkommensteuer werden zukünftig vierteljährliche Vorauszahlungen erhoben und anschließend verrechnet.

Selbständig als Kleinunternehmer – Voraussetzungen und Qualifikationen!

Um selbständig als Kleinunternehmer tätig zu sein, wird grundsätzlich keine berufliche Qualifikation verlangt. Auf sie kann allerdings nicht verzichtet werden, wenn es sich um eine spezielle, fachbezogene Selbständigkeit handelt. Jeder Unternehmer muss sein Metier beherrschen, um, wie es heißt, sich am Markt zu behaupten. Inwiefern damit eine berufliche Qualifikation verbunden ist, entscheidet sich im Einzelfall für die betreffende Selbstständigkeit. Selbständig im Bewachungsgewerbe bedeutet zum Beispiel auch, dass eine Sachkundeprüfung abgelegt werden muss und man eine Betriebshaftpflicht vorzuweisen hat, um sich als Bewachungsunternehmen selbständig zu machen. Der Begriff Kleinunternehmer steht in keinem direkten Zusammenhang mit der Notwendigkeit einer beruflichen Qualifikation.

Der Schritt von der Selbständigkeit als Kleinunternehmer zur GmbH!

Um das Kleinunternehmen auszubauen, kann nach einigen Jahren die Umwandlung des Einzelunternehmens in eine Kapitalgesellschaft wie die GmbH oder die UG, die haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft, empfehlenswert sein. Wie die Worte GmbH und UG ausdrücken, werden dadurch die Haftung und damit das unternehmerische Risiko des Kleinunternehmers beschränkt respektive begrenzt. Der Jungunternehmer hat sich selbständig als Kleinunternehmer etabliert; jetzt folgt der nächste unternehmerische Schritt.

Welche Kosten kommen auf Kleinunternehmer zu?

Jede Existenzgründung ist mit einmaligen sowie mit laufenden Kosten verbunden. Sie zu beziffern ist deswegen schwierig, weil sich jedes Kleinunternehmen von dem anderen unterscheidet. Grundkosten fallen für eine EDV-Ausstattung mit Hardware und Software an, für die Investition in eine spezifische Ausstattung und Einrichtung, sowie während einer Übergangszeit von mehreren Monaten für laufende Betriebskosten. Wer sich selbständig als Kleinunternehmer macht, der muss mit einem mittleren bis höheren vierstelligen Eurobetrag an Kosten für die Existenzgründung rechnen. Entweder ist dafür ausreichend Erspartes als Startkapital vorhanden, oder dieser Betrag wird von der Hausbank als Kleinunternehmerkredit fremdfinanziert.

Ein bei Kleinunternehmern gerne vernachlässigter aber dennoch wichtiger Punkt sind die Versicherungen. Krankenversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung, Unfallversicherung und Betriebshaftpflicht sind einige davon. Wenn Sie ein eigenes Büro oder teures Equipment haben sollten sie sich auch die gewerbliche Inhaltsversicherung näher ansehen.

Die Krankenversicherung und, je nach Tätigkeit, auch die Betriebshaftpflicht für Kleingewerbe Betriebe sind Pflicht! Aber auch wer keine Betriebshaftpflicht für Kleingewerbe Betriebe abschließen muss, sollte dies schon bei der Existenzgründung mit in Betracht ziehen. Ein Betriebshaftpflicht Preisvergleich zeigt Ihnen, welche Kosten auf Sie zukommen und welcher Tarif für Sie der beste ist.

Läuft es besser sollte man auch die Altersvorsorge nicht vergessen, wenn Sie als Kleinunternehmer nicht mehr in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen.


Bildquelle: © Yuri Arcurs  – fotolia.de